Besuch vom Bürgermeister

Spontane Meisterfeier im Hause Schnaase mit Freunden, Verwandten und dem Bürgermeister-Ehepaar (rechts und links außen). Foto: Markus Kleymann.

Von Markus Kleymann

 

(03.02.2014) Der beste Sekt aus dem Keller – natürlich! Viele Jahre hatte Karin Schnaase vergeblich versucht, ihren ersten Deutschen Meistertitel bei den Aktiven zu erreichen. Am Sonntag gelang es ihr endlich. Und da war es kein Wunder, dass Mutter Barbara Schnaase am Abend bei einer spontan organisierten Meisterfeier im eigenen Haus die Korken knallen ließ. Verwandte und Freunde ließen sich nicht lange bitten und gratulierten der neuen Deutschen Meisterin in gemütlicher und entspannter Runde. Völlig überraschend für die Lüdinghauserin schaute auch noch Bürgermeister Richard Borgmann nebst seiner Gattin Maria Borgmann im Hause Schnaase vorbei und überbrachte die ersten Glückwünsche im Namen der Stadt. „Das ist schon etwas ganz Besonderes", freute sich Richard Borgmann nicht nur persönlich mit Karin Schnaase, sondern auch, weil so der gute Name der (Sport)Stadt Lüdinghausen noch weiter ins Land getragen wird.

  

Karin Schnaase kehrt in die deutsche Nationalmannschaft zurück

Karin Schnaase im Finale der EM für Herren- und für Damennationalmannschaften 2012. Foto: Claudia Pauli.

Von Claudia Pauli

 

(10.01.2014) Die 45-malige Nationalspielerin Karin Schnaase, die im Sommer 2013 ihre Karriere in der deutschen Badminton-Nationalmannschaft beendet hatte, gibt nun ihr Comeback in der Auswahl des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV). Nach Aussage von Chef-Bundestrainer Holger Hasse gehen die Planungen zunächst bis zu den Individual-Europameisterschaften im April in Kazan/Russland. Damit verbunden ist auch der Einsatz bei der Europameisterschaft für Herren- und für Damennationalmannschaften im Februar in Basel/Schweiz. „Das Ganze ist zunächst als Projekt geplant. Das Training und die damit verbundenen Gespräche laufen sehr gut. Bis zur EM im April planen wir Step by Step – danach sehen wir weiter“, so der Coach.

 

DBV-Sportdirektor Martin Kranitz begrüßt den „Rücktritt vom Rücktritt“ ebenfalls: „Karin ist hinsichtlich ihrer Persönlichkeit sehr wichtig für die Gruppe. Sie ist sehr beliebt und hilft der Gruppe – vom Leistungsniveau her sowieso. Als Verband ist man froh, wenn jemand wie Karin Schnaase Interesse zeigt, es noch einmal zu probieren.“ Geplant ist daher auch, dass die Weltranglisten-47. im Dameneinzel wieder in die Bundeskader des DBV aufgenommen wird.

 

Karin Schnaase zeigte in den vergangenen Jahren nicht allein bei Individual-Turnieren gute Leistungen, sondern erwies sich insbesondere auch immer wieder als hervorragende „Teamplayerin“. So werden sich z. B. wohl viele Badmintonfans noch daran erinnern, wie sie bei der EM für Herren- und für Damennationalmannschaften 2012 in Amsterdam/Niederlande im Finale gegen Dänemark den entscheidenden dritten Punkt für das deutsche Team holte und damit einen historischen Erfolg für den DBV perfekt machte.

   

NRW-Sportehrenmedaille für drei Badmintonasse

Die Badmintonasse Karin Schnaase (2.v.l.), Carla Nelte (3.v.l.) und Fabienne Deprez (2.v.r.) mit Ministerin Ute Schäfer (3.v.r.) sowie Andrea Hegen (ganz links) und Sebastian Dietz. Fotos: Claudia Pauli.
Während der Ehrung.

Von Claudia Pauli

  

(16.12.2012, CP) Große Ehre für Fabienne Deprez (FC Langenfeld), Carla Nelte (TV Refrath) und Karin Schnaase (SC Union Lüdinghausen): Die Badminton-Nationalspielerinnen, die am Bundesstützpunkt der Damen in Mülheim an der Ruhr trainieren, wurden am vergangenen Freitag (14. Dezember) in Anerkennung ihrer herausragenden Leistungen bei der diesjährigen Europameisterschaft für Herren- und für Damennationalmannschaften mit der Sportehrenmedaille des Landes Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet. Die zwischen 20 und 27 Jahre alten Athletinnen zählten zum deutschen Team, das bei den kontinentalen Titelkämpfen im Februar 2012 in Amsterdam die Goldmedaille gewonnen hatte.

 

Kurz vor Beginn der Gala anlässlich der NRW-Sportlerwahl (vgl. separater Artikel) in der Dortmunder Westfalenhalle überreichte Ute Schäfer, die für den Sport zuständige Ministerin des Landes Nordrhein-Westfalen (NRW), den drei Badmintonassen die Medaille mit entsprechender Urkunde.

 

„Sie sind ganz besondere Vorbilder für junge Menschen in unserem Land. Teamgeist, Fairness und Toleranz sind Werte, die im Sport ganz groß geschrieben werden, genauso wie im Sport die Übernahme von Verantwortung gelernt wird. Ich wünsche mir, dass Sie für viele Menschen ein Ansporn sind, sich sportlich zu betätigen“, meinte Ute Schäfer in ihrer Laudatio.

 

Natürlich freut man sich immer, wenn die Leistung anerkannt wird“, sagte Fabienne Deprez, amtierende DM-Dritte im Dameneinzel und im Jahr 2010 Vertreterin des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) bei den 1. Olympischen Jugendspielen in der Geschichte, zu der Ehrung. „Man merkt dadurch zudem, dass auch auf Badminton geschaut wird“, ergänzte die 20-Jährige, die wie Karin Schnaase nicht nur in Mülheim an der Ruhr trainiert, sondern auch in der Stadt am Fluss wohnt. „Wir hatten uns schon Hoffnungen auf den Titelgewinn gemacht, sind allerdings nicht mit dieser Erwartung in das Turnier gegangen. Wir hatten alle gut trainiert, die Stimmung im Team war sehr gut und wir haben zusammengehalten“, blickte Fabienne Deprez auf den historischen Sieg vor rund zehn Monaten zurück. Für den DBV bedeutete dies den ersten Titelgewinn bei einer Mannschafts-EM im Erwachsenenbereich.

 

Eigentlich sollte auch Birgit Michels am 14. Dezember die NRW-Sportehrenmedaille erhalten. Doch die Sportsoldatin der Bundeswehr musste ihre Teilnahme an der kleinen Zeremonie absagen, da sie aufgrund eines Bundeswehrlehrgangs, den sie seit einigen Wochen und noch bis kurz vor Weihnachten absolvieren muss, nicht rechtzeitig zu Beginn der Ehrung in Dortmund hätte sein können. Sie stieß zur Gala dazu, zu welcher die Badminton-Europameisterinnen ebenfalls eingeladen worden waren.

 

Die Sportehrenmedaille hat die Landesregierung zur Anerkennung besonderer Erfolge bei herausragenden internationalen Sportwettbewerben gestiftet. Die Auszeichnung können aktive Sportlerinnen und Sportler erhalten, die in Nordrhein-Westfalen wohnen oder für einen nordrhein-westfälischen Verein antreten.

 

Am 14. Dezember bekamen neben den drei Badmintonspielerinnen auch Andrea Hegen (Silber mit dem Speer bei den Paralympics 2008) und Sebastian Dietz (Gold mit dem Diskus bei den Paralympics 2012) die NRW-Sportehrenmedaille verliehen.

  

Badminton in Buswerkstatt

Foto: Markus Kleymann.

Von Markus Kleymann

 

(30.04.2012) „Eine spannende Erfahrung" - so kommentierte Badminton-Europameisterin Karin Schnaase ihr Showmatch gegen ihren Bruder Christoph in der RVM-Buswerkstatt in Lüdinghausen am 29. April 2012. Das Verkehrsunternehmen hatte bei seinem „Tag der offenen Tür" die Lüdinghauser Badmintonspielerin eingeladen, um ihre Künste mal einem ganz anderen Publikum zu zeigen – und viele Zuschauer kamen aus dem Staunen nicht heraus.

Neben einem aufgebockten Bus spielte Karin Schnaase zunächst gegen ihren Bruder. Dann gesellten sich mit den erfolgreichen Lüdinghauser Jugendspielern noch Jan Kemper und Meike Pällmann zu einem Gemischten Doppel hinzu. Die beiden Schüler „trainierten" so schon für die Deutschen Mannschaftsmeisterschaften, an der sie am kommenden Wochenende in Lauf/Bayern mit ihrem Lüdinghauser U15-Team teilnehmen.

 

 

Vorfreude auf Treffen mit der Familie

Karin Schnaase. Foto: Claudia Pauli.

(06.12.2011, CP) Viele von Ihnen, liebe Badmintonfans, wissen sicherlich schon seit Wochen, wie sie die Weihnachtsfeiertage verbringen und Silvester feiern werden – nicht zuletzt deshalb, weil sich über die Jahre bestimmte Traditionen entwickelt haben, an denen auch 2011 festgehalten wird. Doch wie verbringen eigentlich die Spitzenspielerinnen und -spieler des DBV das Weihnachtsfest und den Jahreswechsel? Ist die Situation in diesem Jahr aufgrund der laufenden Olympiaqualifikation eventuell eine ganz besondere? badminton.de hat sich unter den Top-Leuten umgehört. Nachfolgend schildert die Deutsche Vizemeisterin im Dameneinzel, Karin Schnaase (26), ihre Pläne:

 

„Seit mehr als zwei Wochen befinde ich mich gemeinsam mit Lisa Heidenreich, Andi Heinz und Nikolaj Person auf einem Bundeswehrlehrgang, der bis eine Woche vor Weihnachten andauert. In der Woche vor Weihnachten spiele ich dann noch die Turkiye International in Istanbul, ein Turnier auf dem Circuit von Badminton Europe. Zwar werde ich aufgrund des Bundeswehrlehrgangs nicht mit einer guten Vorbereitung hinfahren, doch es ist wichtig, dass ich nicht allzu viele Punkte in der Weltrangliste verliere, da ich jetzt – in der Zeit des Lehrgangs – an keinen Turnieren teilnehmen kann. Außerdem muss ich schnell wieder in den Rhythmus reinkommen.

 

Inwieweit ich an Weihnachten bzw. zwischen Weihnachten und Neujahr trainiere, muss ich noch genau mit meinem Trainer absprechen. Die Feiertage verbringe ich gemeinsam mit meiner Familie und meinem Freund. Meine Oma wird am Heiligen Abend 90 Jahre alt und da kommt mal wieder die ganze Familie zusammen. Darauf freue ich mich sehr – wie auch generell darüber, dass ich dann mal wieder viel Zeit für Familie, Freunde und Freund habe! Heiligabend wird morgens immer der Geburtstag meiner Oma gefeiert, dann geht es in die Messe. Danach wird gemeinsam in meiner Familie gegessen, bevor es dann die Bescherung gibt. Abends kommt der Rest der Familie, die im Umkreis von uns wohnt, noch einmal zu uns zum gemütlichen Ausklang vorbei. Silvester werde ich gemeinsam mit meinen engsten Freunden und meinem Freund feiern.“

 

Karin Schnaase war bei der Individual-WM dabei

(27.08.2010, CP) Hier geht´s zu den Pressemitteilungen von den Titelkämpfen, die vom 23. bis 29. August in Paris stattfanden ...

 

Gute Nachrichten von und für Karin Schnaase

Karin Schnaase Mitte August beim Training in Mülheim. Foto: CP.

(20.08.2010, CP) Lange Zeit war fraglich, ob der Genesungsprozess es zulassen würde, dass die Deutsche Vizemeisterin Ende August bei der WM in Paris starten kann. Doch nun steht fest, dass die 25-Jährige gesundheitlich wieder so gut zurecht ist, dass sie an den Titelkämpfen teilnehmen wird.

Ich freue mich schon sehr auf die WM. Diese Atmosphäre mitzuerleben ist einfach toll“, meint Karin Schnaase, die im Juni am Guillian-Barré-Syndom, kurz GBS, erkrankt war (vgl. Meldung vom 10.08.2010). Das Training läuft nach Aussage von DBV-Sportdirektor Martin Kranitz gut, genauso ist die Sportlerin selbst zufrieden mit ihrer Entwicklung in den vergangenen Wochen – wenngleich sie natürlich noch nicht wieder 100-prozentig fit ist.  

Bei der Auslosung für die WM hatte die Sportsoldatin der Bundeswehr eher weniger Glück: Sie trifft in ihrem Erstrundenmatch auf Wong Mew Choo aus Malaysia. Die Asiatin belegt derzeit in der Weltrangliste Rang 19 im Dameneinzel und gewann im Dezember 2009 das BWF-Finalturnier, indem sie sich im Endspiel gegen Deutschlands Spitzenspielerin Juliane Schenk durchsetzte.

 

 

WM-Start von Karin Schnaase fraglich

Foto: CP

  

(10.08.2010, CP) Die Qualifikation für eine Weltmeisterschaft geschafft zu haben und/oder für eine Teilnahme an Titelkämpfen dieser Art nominiert worden zu sein, ist für jede/n Nationalspieler/in eine tolle Sache. So auch für Karin Schnaase, die sich für die Individual-WM in Paris (23.-29.08.2010) im Dameneinzel einen Startplatz gesichert hat.

Doch ob die 25-Jährige tatsächlich bei dem Großereignis antreten kann, ist derzeit noch nicht sicher. Der Grund: Karin Schnaase litt im Juni/Juli am Guillian-Barré-Syndom, kurz GBS. Dabei handelt es sich um eine neurologische Erkrankung, die mit Lähmungserscheinungen einhergeht.

Begonnen hatte alles während ihres Ägypten-Urlaubs. Erste Anzeichen war ein Taubheitsgefühl in den Beinen, welches sich zunehmend im Körper aufwärts verlagerte.

Zurück in der Heimat, wurde Karin Schnaase in der Uniklinik Wuppertal über mehrere Tage intensiv untersucht. Die früh geäußerte Vermutung der Ärzte, dass die Badmintonspielerin an der seltenen Krankheit GBS leidet, bestätigte sich schließlich. Dank der schnellen Diagnosestellung und der Tatsache, dass die Therapie bei der Sportsoldatin der Bundeswehr gut anschlug, verlief die Erkrankung bei Karin Schnaase noch vergleichsweise günstig. Bei vielen Patienten dauert der Heilungsprozess zum Teil Monate oder gar mehr als ein Jahr.

Aber auch Karin Schnaase muss derzeit vorsichtig mit sich und ihrem Körper umgehen. Jede körperliche Überforderung gilt es zu vermeiden. „Ich muss jetzt sehr auf meinen Körper hören und darauf achten, dass keine Symptome wiederkehren und dass ich wieder zu Kräften komme. Ob ich die WM spielen kann, weiß ich derzeit noch nicht. Ich würde natürlich gerne, aber nicht, wenn es meiner Gesundheit schadet und ich noch nicht wieder voll fit bin!

"Der Genesungsprozess verläuft gut. Doch wir werden erst kurzfristig entscheiden, ob Karin fit genug ist, um eine WM zu spielen", meint DBV-Sportdirektor Martin Kranitz.

 

  


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