Mitteilungen des 1. BV Mülheim

Liga-Zugehörigkeit: 1. Bundesliga wieder seit Saison 2011/12

Website: www.1-bv-muelheim.de

Vor den Spieltagen zehn und elf: Team steht gegen Beuel und Düren unter Druck

Wurde zuletzt schmerzlich vermisst: Mülheims Spitzenmann Niluka Karunaratne. Foto: Marc Pastoors

Von BVM-Pressesprecher Kai Kulschewski

  

Samstag, 21.1.2017 16 Uhr:  1. BC Beuel – 1. BV Mülheim
Sonntag, 22.1.2017 15 Uhr:  1. BV Mülheim - 1 BC Düren
(18.1.17) Gleich der erste Doppelspieltag des Jahres wird wegweisenden Charakter für die Mannschaft des 1. BV Mülheim haben. Nachdem man am Samstag zunächst beim Tabellennachbarn aus Bonn-Beuel antreten muss, empfängt man am Sonntag ab 15 Uhr in der heimischen innogy-Sporthalle mit dem 1. BC Düren den aktuellen Tabellenzweiten. Spätestens am Sonntagabend wird man wissen, ob die angestrebte Play-off-Teilnahme für den 1. BVM in dieser Saison noch realistisch ist. Teammanager Steffen Hohenberg sieht seine Mannschaft in der Pflicht: „Das Ziel sind mindestens zwei Punkte. Am liebsten gegen Beuel.“
Sri-Lanker Karunaratne wieder dabei
Nachdem man vor rund einer Woche ersatzgeschwächt beim TSV Trittau mit 2:5 unterlegen war, kann Hohenberg am Wochenende wieder aus dem Vollen schöpfen: „Wir sind froh, dass Niluka (Karunaratne) wieder an Bord ist. Auf Grund seiner spielerischen und moralischen Qualitäten kann er zum entscheidenden Faktor werden“, äußerte sich der Teammanager im Vorfeld. In der Tat: Die aktuelle Saisonbilanz des zweifachen Olympiateilnehmers ist sowohl im Einzel (5:3) als auch im Doppel (4:3) positiv. Und von seinen Fähigkeiten als Motivator an der Seitenlinie durfte sich das heimische Publikum schon mehrfach überzeugen.
Nachdem der 1. BC Beuel in den letzten sieben Jahren gleich fünfmal mindestens im Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft stand, müssen auch sie, wie der 1. BV Mülheim, in der aktuellen Spielzeit kleinere Brötchen backen. Derzeit belegt man nach zehn Spielen nur den sechsten Platz und hat den Kontakt zur Spitzengruppen verloren. Schwer wog dabei der Ausfall von Max Weißkirchen zu Saisonbeginn, denn der Mixed-Jugendeuropameister von 2015 gilt als große deutsche Nachwuchshoffnung. Unterdessen erwies sich der 25-jährige Erik Meijs als großer Teamrückhalt. Der Niederländer wird derzeit zwar nur auf Platz 129 der Einzelweltrangliste gelistet, konnte aber bislang sieben seiner zehn Einzelpartien gewinnen. Für Aufsehen sorgte er, als er in der Hinrunde den vielfachen Deutschen Meister Marc Zwiebler bezwang. Insofern erwartet den Mülheimer Niluka Karunaratne im ersten Herreneinzel eine ähnlich harte Herausforderung wie im Hinspiel, als sich der Mann aus Sri Lanka knapp in fünf Sätzen gegen den Bonner durchsetzen konnte.
Sonntag kommt das Überraschungsteam
Mit dem 1. BC Düren empfängt man am Sonntag die Überraschungsmannschaft der laufenden Saison. Fünf Spielzeiten nach ihrem Bundesligaaufstieg im Jahr 2012 findet man sich erstmalig in der Tabellenspitze wieder. Wer nach den Gründen für den Erfolg sucht, wird schnell fündig. Der Dürener Teammanager Michael Pütz erwies vor der Saison mit seinen Neuverpflichtungen ein sehr glückliches Händchen. Die Ukrainerin Maria Ulitina sowie die beiden Holländer Cheryl Seinen und Mark Caljouw spielen aktuell auf ihren besten Niveaus, was nicht zuletzt durch die Weltranglisten dokumentiert wird. Auch der deutsche Nationalspieler Kai Schäfer sowie der holländische Doppelspezialist Ruben Jille können persönliche Höchstwerte in den Ranglisten vorweisen. Der zweite entscheidende Faktor für den Dürener Erfolg ist, dass die Mannschaft bislang jedes(!) Spiel in identischer Besetzung bestritt. Lediglich die Minimalanzahl von sechs Spielern steht auf der Einsatzliste der Rheinländer und stellt somit den niedrigsten Wert in der Liga dar. Insbesondere im Herrenbereich zeigt der 1. BC Düren eine beeindruckende Dominanz. Einzelspieler Caljouw und Herrendoppelspezialist Jelle Maas (NL) siegten jeweils in neun von zehn Duellen. Auch die übrigen Herren sind nicht minder erfolgreich, gewannen diese doch mehr als 80 Prozent ihrer Spiele.
Wie schon fast gewohnt, wird vieles von den Doppeln abhängen. „Wenn wir wie in Trittau alle Doppel abgeben und mit 0:3 hinten liegen, wird es verdammt schwer“, so die einfache Arithmetik von Hohenberg. Und so müssen die Mülheimer Spieler am Wochenende ihre Bestform abrufen, wenn gegen Bonn und Düren etwas Zählbares herauskommen soll. Denn nur dann kann der Traum vom Erreichen des sechsten Platzes und der Qualifikation für die Playoffs am Leben gehalten werden.

Vor den Spieltagen acht und neun: Gegen Neuhausen und Freystadt müssen zwei Siege her

Von BVM-Pressesprecher Kai Kulschewski


Sa 17.12.2016 15.00 Uhr 1. BV Mülheim – TSV Neuhausen-Nymphenburg
So 18.12.2016 15.00 Uhr: 1. BV Mülheim - TSV Freystadt
(15.12.16) Nach der ernüchternden 3:4-Niederlage im letzten Heimspiel gegen Union Lüdinghausen, bekommt die Mannschaft des 1. BV Mülheim am kommenden Wochenende zwei Gelegenheiten zur Wiedergutmachung vor heimischem Publikum. Am Samstag empfängt man ab 15 Uhr den TSV Neuhausen-Nymphenburg und exakt 24 Stunden später tritt der Bundesligaaufsteiger aus Freystadt in der innogy-Sporthalle an. Teammanager Steffen Hohenberg sieht in beiden Spielen sein Team als Favorit: „Die Situation in der Tabelle ist zwar sehr eng, jedoch wollen wir mit zwei Siegen auf einem Playoff-Platz überwintern.“
Die Chancen stehen gut, dass sich der deutsche Rekordmeister am Sonntagabend auf einem der ersten sechs Tabellenplätze wiederfindet.
Obernosterer fehlt bei Neuhausen
In seiner dritten Erstligasaison liefert sich der TSV Neuhausen-Nymphenburg aus der bayrischen Landeshauptstadt derzeit ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den achten Tabellenplatz mit dem fränkischen Team des TSV 1906 Freystadt. Dabei ist es nicht gerade hilfreich, dass die Neuhausener auf ihren Olympiateilnehmer David Obernosterer verzichten müssen. Der Österreicher, immerhin aktuelle Nummer 87 der Einzel- und Nummer 61 der Doppelweltrangliste, wird auf Grund eines Hüftleidens in Mülheim nicht antreten können. Insofern ruhen die Hoffnungen auf Elisabeth Baldauf, die ebenfalls im Sommer in Rio de Janeiro aufschlug. Die vor der Saison nach München gewechselte 26-jährige Baldauf ist sowohl im Einzel als auch in den Doppeldiziplinen einsetzbar und rangiert jeweils unter den 70 besten Spielerinnen der Welt. Auch auf Mülheimer Seite ist man nicht frei von personellen Sorgen. Alexander Roovers weilt derzeit auf einem B-Trainerlehrgang, so dass seine Freistellung für den anstehenden Doppelspieltag keineswegs gesichert ist.
Erfreut zeigt sich Hohenberg indes über den aktuellen Gesundheitszustand von Niluka Karunaratne. Krankheitsgeschwächt verließ er gegen Lüdinghausen zweimal als Verlierer den Platz. Nun zeigt seine Formkurve aber wieder deutlich nach oben. „Niluka hat die beiden letzten Wochen wirklich sehr gut trainiert“, so der Teammanager über seinen Einzelspezialisten aus Sri Lanka. Mit seinen kämpferischen Auftritten beeindruckte er das heimische Publikum und erwies sich als ein echter Gewinn für das Team.
Freystadts Premiere
Der TSV Freystadt wird am Sonntag erstmalig in Mülheim gastieren. Das Team aus der Oberpfalz legte in den letzten sieben Jahren eine rasante Entwicklung hin. Von 2010 bis 2013 stieg man viermal hintereinander auf. Mit dieser Erfolgsserie führte der Weg von der sechsten Liga bis in die zweite Bundesliga. Nach drei Spielzeiten im Bundesligaunterhaus feierte man im letzten Sommer den Aufstieg in die Beletage des deutschen Badmintonsports. Die durchweg junge Mannschaft wird durch Routiniers wie der Finnin Nanna Vainio und den beiden ehemaligen deutschen Nationalspielern Lukas Schmidt und vor allem Oliver Roth, dem Ex-Vizeeuropameister im Herrendoppel, tatkräftig unterstützt.
Zavadsky verabschiedet sich
Am Rande der beiden Heimspiele darf sich das heimische Publikum auf einen alten Bekannten freuen. Unmittelbar vor Saisonbeginn ereilte dem 1. BV Mülheim die Hiobsbotschaft aus der Ukraine, dass seine langjährige Nummer eins, Dmytro Zavadsky, verletzungsbedingt ausfällt. Der in 2012 nach Mülheim gewechselte Zavadsky arbeitet derzeit an seinem Comeback. Ob dieses gelingt, steht aber in den Sternen. Insofern will sich der sympathische Ukrainer von seinem langjährigem Publikum gebührend verabschieden. Allein seine Anwesenheit wird zusätzliche Kräfte beim Team freisetzen, damit der Wunsch von Steffen Hohenberg erfüllt wird, auf einem Play-off-Platz in das neue Jahr zu gehen.

Vor dem 7. Spieltag: Wegweisendes Lokalderby gegen Union Lüdinghausen steht bevor

Von BVM-Pressesprecher Kai Kulschewski


Di 29.11.2016 19 Uhr: 1. BV Mülheim – SC Union Lüdinghausen
(28.11.16) Wenn der 1. BV Mülheim in den letzten Jahren auf den SC Union Lüdinghausen traf, war es stets ein Duell zweier Spitzenteams. Am kommenden Dienstag wird man sich aber unter anderen Vorzeichen gegenüberstehen. Während sich der 1. BVM schon in der letzten Saison ein wenig von der Tabellenspitze entfernte, ereilte den amtierenden deutschen Vizemeister in dieser Spielzeit dieses Schicksal. Insofern trifft in der innogy-Halle (vormals RWE-Halle) ab 19 Uhr der Tabellensechste auf den Siebten.
Vier Wochen hatten die BVM-Spieler Zeit, sich von der deutlichen 1:6 Niederlage gegen den TV Refrath zu erholen. „Im Spiel gegen Refrath wurde Niluka (Karunaratne) schmerzlich vermisst“, fasste Teammanager Steffen Hohenberg das Spielgeschehen zusammen.
Bestbesetzung
Trotz dieses Negativerlebnisses sollte dem Team für die kommende Aufgabe Zuversicht geben, dass sie gegen Lüdinghausen wieder in Bestbesetzung auflaufen können. Somit werden die in Refrath fehlenden Einzelspezialisten Gayle Mahulette (NED) und Niluka Karunaratne (SRI) wieder zum Schläger greifen. Eine ordentliche Portion Selbstvertrauen tankte das Mülheimer Urgestein Alexander Roovers am vergangenen Wochenende beim 3. DBV-Ranglistenturnier. Auf seinem Weg zum Sieg schlug er in einem vollkommen ausgeglichenen Match den Weltranglisten 111. Job Castillo (MEX). Erst ein 25:23 im dritten Satz ebnete Roovers den Weg zu seinem insgesamt fünften Erfolg bei einem DBV-Ranglistenturnier.
Schwankungen
Die Leistungskurve des Union Lüdinghausen weist in dieser Saison deutliche Schwankungen auf. Gute, wenn auch teilweise verlorene Auftritte gegen die momentanen Spitzenteams aus Bischmisheim, Refrath und Düren folgten überraschende Niederlagen wie am letzten Spieltag mit 2:5 gegen den TSV Trittau. Infolgedessen findet man sich derzeit nur auf Tabellenplatz sieben wieder. Mit Einzelspezialistin Karin Schnaase (29. der Weltrangliste) und insbesondere der niederländischen Doppelspielerin Eefje Muskens (10.) stehen zwei absolute Weltklasse-Spielerinnen in den Reihen der Münsterländer. Für Schlagzeilen sorgte die Niederländerin Muskens, als sie im Juni diesen Jahres in das Halbfinale der mit 900.000 $ dotierten Indonesia Open einzog. Im Herrenbereich wird beim deutschen Vizemeister einiges vom Belgier Yuhan Tan abhängen. Der inzwischen als Arzt praktizierender beste Lüdinghausener Einzelspieler läuft in dieser Spielzeit noch seiner Form hinterher. War er in der letzten Saison noch in zehn von dreizehn Einzelspielen siegreich, steht aktuell erst ein Erfolg fünf Niederlagen gegenüber. Als weiteres Handicap würde sich ein mögliches Fehlen des schottischen Doppel- und Mixedspielers Robert Blair erweisen. In den bisherigen Dienstagsspielen der laufenden Saison konnte der SC Lüdinghausen bislang nicht auf die Dienste der ehemaligen Nr. 13 der Mixed-Weltrangliste zurückgreifen.
Wegweisend
Ein Blick auf den Tabellenstand zeigt, dass der Partie ein wegweisender Charakter zuteil wird, wollen beide Mannschaften am Saisonende einen Platz unter den sechs Mannschaften erreichen. Denn das würde die Qualifikation für die Play-off-Spiele bedeuten. Steffen Hohenberg blickt aber äußerst zuversichtlich auf den kommenden Spieltag: „In unseren beiden letzten Heimspielen waren wir stets siegreich. Das stimmt mich zuversichtlich, dass wir vor heimischer Kulisse Saisonsieg Nummer vier einfahren werden.“

Vor dem 6. Spieltag: BVM erwartet schweres Auswärtsspiel in Refrath

Mülheimer Mixed: Johanna Goliszewski & Robin Tabeling. Foto: Marc Pastoors

Von BVM-Pressesprecher Kai Kulschewski


So 30.10.2016 16 Uhr: TV Refrath – 1. BV Mülheim
(27.10.16) Nachdem die Bundesligatruppe des 1. BV Mülheim am letzten Spieltag ein in jeder Hinsicht überzeugender Heimsieg gegen den TSV Trittau gelang, fährt sie am kommenden Sonntag mit einer gehörigen Portion Selbstvertrauen zum Auswärtsspiel nach Refrath. Aber mitnichten wartet dort auf die Mülheimer eine leichte Aufgabe, trifft man doch immerhin auf den aktuellen Spitzenreiter der Bundesliga, der in den letzten Jahren eine erstaunliche Entwicklung vollzog.
Nach ihrem Bundesligaaufstieg im Jahr 2009 etablierten sie sich zunächst im unteren Tabellenmittelfeld. Seit 2014 ist ihre Formkurve aber steil ansteigend. In der letzten Spielzeit standen die Rheinländer bereits im Playoff-Halbfinale und aktuell führt man die Liga nach fünf Spieltagen mit blütenreiner Weste an. Insbesondere ihre mannschaftliche Geschlossenheit und die Breite des Kaders sind Garanten für den aktuellen Höhenflug. Bereits 13 Spieler wurden in der noch jungen Saison eingesetzt.
Gleich sieben(!) Spieler sind noch ungeschlagen. Und so ist für BVM-Bundesligamanager Steffen Hohenberg die Rollenverteilung am Sonntag auch klar: „Nach den bisherigen Saisonleistungen ist der TV Refrath eindeutiger Favorit.“
Doppelpartnerinnen auf unterschiedlichen Seiten
Als wahre Bank erweist sich Carla Nelte in dieser Spielzeit für die Rheinländer. Die aktuelle Nummer 30 der Doppelweltrangliste siegte sowohl in allen fünf Doppel- als auch in den fünf Mixedpartien. Am Sonntag wird Carla Nelte auf eine wohl bekannte Gegnerin treffen: Ein Jahr lang reiste sie mit ihrer Doppelpartnerin und BVM-Spielerin Johanna Goliszewski mit dem Ziel um die Welt, sich für die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro zu qualifizieren, was auch letztendlich gelang. Nun wird man sich wieder auf verschiedenen Seiten des Netzes begegnen. Rechtzeitig zur neuen Spielzeit meldete sich der Refrather Fabian Roth wieder zurück. Elf Monate musste er verletzungsbedingt pausieren, bevor im September ein beeindruckendes Comeback gelang. Bei den Belgian International erreichte der Einzelspezialist gleich das Halbfinale und zwei Wochen später stand er sogar im Endspiel der Prague Open. Auch in der Bundesliga läuft es für den U19-Europameister des Jahres 2013 mehr als rund: Zwei Erfolge mit nur einem abgegebenen Satz zeigen, dass Roth an seine alte Form nahtlos anknüpft.
Robin Tabeling mit starken Leistungen
Aber Bange machen gilt nicht für den 1. BV Mülheim. Zum einen zeigte ihr letzter Heimsieg, dass die neue Mannschaft zueinander gefunden hat. Nicht nur mit spielerischen Elementen, sondern auch mit ihrem Teamgeist wussten sie die heimischen Zuschauer zu überzeugen. Mit starken Leistungen wartet derzeit BVM-Neuzugang Robin Tabeling auf. Da ist es dann auch nicht weiter erstaunlich, dass sich die große niederländische Nachwuchshoffnung in dieser Woche erstmalig in seiner Karriere für das Hauptfeld eines BWF-Superseries-Turniers qualifizierte. Kann Tabeling diese Form bis Sonntag konservieren, wäre dies ein wichtiger Baustein für die Bundesligapartie gegen Refrath. Auch Steffen Hohenberg kann dieses nur bestätigen: „Hoffnungsvoll stimmen mich vor allem unsere neu formierten Doppel, die von Spiel zu Spiel immer besser harmonieren.“

Vor den Spieltagen vier und fünf: Auftaktsiege in den Doppeln zur Stärkung der Moral werden erhofft

Mülheims Spitzendoppel: Zvonimir Hölbling (vorne) und Robin Tabeling. Foto: Wolfgang Brodowski

Von BVM-Pressesprecher Kai Kulschewski

  

Sonntag, 2.10.2016 14 Uhr:   1. BC Bischmisheim – 1. BV Mülheim
Dienstag, 4.10.2016 19 Uhr:  1. BV Mülheim – TSV Trittau
(29.9.16)  In der Deutlichkeit überraschend, hielt sich am vergangenen Wochenende die Mannschaft des 1. BV Mülheim mit einem 6:1-Auswärtserfolg beim FC Langenfeld schadlos. Mit gehörigem Rückenwind ausgestattet, startet der deutsche Rekordmeister von Tabellenplatz fünf in den nun folgenden Doppelspieltag. Zunächst führt die Reise am Sonntag in das Saarland zum aktuellen Titelträger 1. BC Bischmisheim und zwei Tage später tritt der 1. BVM zum ersten echten Heimspiel der laufenden Saison gegen den TSV Trittau an.
Eine wahre Herkulesaufgabe wartet mit dem 1. BC Bischmisheim auf die Truppe um Bundesligamanager Steffen Hohenberg. Die mit unzähligen Nationalspielern gespickte Truppe geht als hoher Favorit in den sonntäglichen Vergleich. Allein ein nüchterner Blick auf die Weltranglisten verrät, mit welcher Personalstärke der amtierende Deutsche Meister auch in dieser Saison ihren Titel verteidigen will: Allein acht Spieler werden in ihren Disziplinen unter den TOP-50 Spielern der Welt gelistet. Der 1. BVM kann derzeit nur zwei TOP-50 Spielerinnen vorweisen. Doch Bange machen gilt nicht. Zum einen lieferte der 6:1-Auswärterfolg dem BVM eine gehörige Portion Selbstvertrauen und zum anderen scheint der 1. BC Bischmisheim in dieser Saison doch verwundbar zu sein. Zwei ihrer bisherigen drei Saisonerfolge wurden nur denkbar knapp mit 4:3 eingefahren. „Im Herreneinzel könnte vielleicht etwas gehen“, spekuliert der Mülheimer Teammanager, da sich der Mülheimer Olympionike Niluka Karunaratne letztes Wochenende sehr spielfreudig zeigte und sein potenzieller Gegner Marc Zwiebler erst Samstagabend aus Korea zurückerwartet wird. 
Auch wenn man dann doch am Ende mit leeren Händen aus dem Saarland abreist, wird das zu verschmerzen sein. Denn gegen die Übermannschaft aus dem Saarland muss jede Bundesligamannschaft unter normalen Umständen eine Niederlage einplanen.
Heimspielpremiere am Dienstag
Nachdem das erste Heimspiel des 1. BV Mülheim im niedersächsischen Cloppenburg ausgetragen wurde, startet am Dienstag die echte Heimpremiere in der RWE-Sporthalle. Ab 19 Uhr empfängt man den TSV Trittau. Dabei gilt es, eine Serie zu verteidigen. Alle sechs bisherigen Bundesligavergleiche endeten mit einem Mülheimer Erfolg. Und wie schon so oft in der Vergangenheit, kommt den zuerst ausgetragenen Doppeln eine entscheidende Bedeutung zu. „Am Anfang brauchen wir unbedingt ein Doppelsieg für die Moral“, gibt Steffen Hohenberg die Marschrichtung vor. Für den Neu-Mülheimer Robin Tabeling wird es ein besonderer Vergleich werden. Drei Jahre trug der Niederländer das Trikot des TSV Trittau, bevor er im Sommer an die Ruhr wechselte. Insofern brennt er besonders auf seinen Einsatz im Herrendoppel und im Mixed. Und gerade im Doppel wird er eine kniffelige Aufgabe zu lösen haben. Die Lücke, die Tabeling mit seinem Wechsel in den Trittauer Kader riss, haben die Schleswig-Holsteiner exzellent schließen können. Mit dem Mexikaner Job Castillo wechselte nicht nur die aktuelle Nummer 45 der Doppelweltrangliste nach Trittau, auch im Einzel findet er sich unter den TOP-100 der Welt wieder. Insofern ist Castillo ein allround einsetzbarer Racketkünstler. Seine bisherigen Saisonleistungen unterstreichen diese Tatsache: Er gewann alle Doppelvergleiche und im Einzel musste er bislang nur eine Niederlage einstecken.
„Trittau ist in dieser Saison sehr ausgeglichen besetzt und damit ein echt unangenehmer Gegner“, urteilt Steffen Hohenberg vor dem Vergleich. Insbesondere im Dameneinzel und im Mixed sieht er den 1. BV Mülheim im Vorteil. Auch ein Niluka Karunaratne in Normalform sollte seinen schwedischen Gegner Mikael Westerbäk in Schach halten können. Damit würde dem ersten echten Heimerfolg eigentlich nur noch ein weiterer Spielerfolg im Wege stehen. Vielleicht ebnet ein Doppel zum Spielbeginn den Weg. Es wäre zumindest die von Hohenberg erhoffte Initialzündung, um sich auch nach dem fünften Spieltag in der oberen Tabellenhälfte wiederzufinden.

Vor dem 3. Spieltag: BVM peilt zweiten Saisonsieg an

Kam vom 1. BC Bischmisheim zum BVM: Die Niederländerin Gayle Mahulette. Foto: Moritz Cammertoni

Von BVM-Pressesprecher Kai Kulschewski


So 25.9. 13 Uhr FC Langenfeld – 1. BV Mülheim
(21.9.16) Nach durchwachsenem Saisonstart mit einem Sieg und einer Niederlage reist die Bundesligamannschaft des 1. BV Mülheim am Sonntag zum Auswärtsspiel gegen den Aufsteiger FC Langenfeld. Will man am Saisonende einen Platz unter den ersten sechs erreichen, so sollte dort Saisonsieg Nummer zwei eingefahren werden.
Beim Saisonauftakt gegen den 1. BC Beuel überzeugte die neu formierte Truppe um Mannschaftsführer Alexander Roovers durch eine starke kämpferische Leistung gepaart mit einer erheblichen Portion Siegeswillen. Trotz zwischenzeitlichem Rückstand bogen die Mülheimer das Spiel noch um, schlugen vollkommen überraschend das Bonner Weltklasse-Mixed Dewalkar  & Michels und feierten mit dem 4:3 Sieg einen gelungenen Saisonstart. Zwar wurde tags darauf die Stimmung durch die 1:6-Niederlage gegen den 1. BC Düren ein wenig getrübt, doch trotz der augenscheinlich happigen Niederlage gab es Positives zu vermerken. So wurden einige Partien unglücklich knapp verloren, so dass mit ein wenig Fortune durchaus ein anderes Endergebnis zu erzielen gewesen wäre.
Genau das stimmt Teammanager Steffen Hohenberg optimistisch für die nun anstehende Aufgabe gegen den Liganeuling aus Langenfeld: „Auch wenn wir gegen Langenfeld nicht in Bestbesetzung antreten können, peilen wir unseren zweiten Sieg an.“
Große Hoffnungen ruhen dabei auf den BVM-Neuzugang Robin Tabeling. Nicht nur, dass der Holländer seine beiden bisherigen Mixedpartien für sich entscheiden hat, gibt Anlass zur Zuversicht. Auch sein Auftritt bei den Belgian International in der vergangenen Woche war durchaus beachtlich. Im Mixed-Wettbewerb scheiterte er mit Partnerin Cheryl Seinen nur knapp in drei Sätzen gegen die späteren französischen Turniersieger. Ebenso werden sich die Augen auf den Einzelspezialisten Niluka Karunaratne aus Sri Lanka richten, wenn er auf seinen Langenfelder Gegner Maxime Moreels trifft. Erst einmal kreuzten sich die Wege der beiden Kontrahenten auf der internationalen Tournee. Im Rahmen der Estonian International 2012 setzte sich der BVM´ler glatt in zwei Sätzen gegen den Belgier durch. Wenn am Samstag trotz des Ausfalls der beiden Mülheimer Damen, Johanna Goliszewski und Lara Käpplein, unter dem Strich eine erfolgreiche Reise rheinaufwärts nach Langenfeld stehen soll, wird Olympiateilnehmer Karunaratne gefordert sein.
Auf eine alte Bekannte des 1. BV Mülheim wird Gayle Mahulette in ihrer Einzelpartie treffen. In der Saison 2011/12 trug die Langenfelderin Jeanine Cicognini das Trikot des deutschen Rekordmeisters. Da sich die Italienerin inzwischen unter den Top-60 der Welt wiederfindet, wartet auf Mahulette ein dicker Brocken. „Gayle hat definitiv das Potenzial auf diesem Level mitzuhalten", so Steffen Hohenberg. "Es wird aber viel davon abhängen, inwieweit sie ihre Erkältung ganz auskuriert hat.“

Vor dem ersten Spielwochenende: Neue Saison bringt große Veränderungen mit sich

Mülheimer Olympionikin: Johanna Goliszewski war in Rio dabei. Foto: Marc Pastoors

Von BVM-Pressesprecher Kai Kulschewski

  

10.9. 16 Uhr 1. BV Mülheim – 1. BC Beuel in Cloppenburg (NSA)
11.9. 15 Uhr 1. BC Düren – 1. BV Mülheim
(8.9.16) Exakt vor 195 Tagen absolvierte der 1. BV Mülheim sein letztes Ligaspiel. Die lange Wartezeit ist am kommenden Wochenende zu Ende, wenn der Deutsche Rekordmeister mit einem Doppelspieltag gegen den 1. BC Beuel und den 1. BC Düren in die Saison 2016/17 startet.
Selbst der fachkundige Zuschauer wird sich dann auf etliche Neuerungen einstellen müssen. Zum einen wurde die heimische Mannschaft einem wahren Facelifting unterzuzogen, denn neben dem Trainer geben gleich fünf neue Spieler ihr Mülheimer Bundesligadebüt. Zum anderen besteht zukünftig eine Bundesligapartie aus sieben Spielen, nachdem in der Liga der Wunsch nach einem zweiten Herrendoppel laut geworden ist. Zu guter Letzt wird ab sofort jedes Spiel im Best-of-five-Modus ausgetragen, wobei jeder Satz nun schon bei elf Gewinnpunkten entschieden ist.
Heimspiel gegen Beuel im niedersächsischen Cloppenburg
Einzig und allein die beiden Auftaktgegner sind altbekannt. Am ersten Spieltag empfangen die Mülheimer den 1. BC Beuel. Die Spiele gegen die Bonner verliefen in den letzten Jahren stets auf des Messers Schneide. Unvergessen sind dabei die Halbfinalpartien 2014 und 2015 als die Rheinländer jeweils nur denkbar knapp besiegt wurden. Auch die beiden Remis in der abgelaufenen Saison zeugen davon, dass man sich stets auf Augenhöhe begegnet. Insofern spekuliert der neue BVM-Coach Steffen Hohenberg, mit einer erfolgreichen Trainerpremiere: „Gerade mit dem neu formierten Team ist Bonn ein starker Gegner. Da sie jedoch zwei Ausfälle zu verkraften haben, rechnen wir uns aber durchaus Chancen aus.“
Mit gleich zwei Teilnehmern der Olympischen Spiele von Rio de Janeiro werden die Mülheimer antreten. Neben Johanna Goliszewski wird ab sofort auch Niluka Karunaratne aus Sri Lanka für den BVM zum Schläger greifen. Zwar rangiert der Einzelspezialist derzeit nur auf Weltranglistenplatz 82, das Potenzial ist dennoch durchaus größer.
Wer zum Heimspiel gegen den 1. BC Beuel rechtzeitig in der Halle sein möchte, der muss am Samstag ein wenig früher aufbrechen. Aus Marketinggründen findet die Partie im niedersächsischen Cloppenburg statt. Auch wenn der Austragungsort exotisch sein mag, das Ambiente mit den rund 500 erwarteten Zuschauern wird definitiv erstklassig werden.
Tags drauf reisen die Mülheimer zum zweiten Ligaspiel nach Düren. Im Vergleich zur letzten Saison hat der Vorjahresfünfte personell mächtig aufgerüstet. „Düren ist in dieser Saison, insbesondere bei den Damen, sehr stark besetzt. Insofern sind sie ein heißer Kandidat für das Erreichen der Play-offs“, so Hohenberg über den zweiten Gegner. Allerdings galten die Rheinländer in den letzten Spielzeiten stets aus Wundertüte. Man wusste im Vorfeld eines Matches eigentlich nie so genau, mit welchen Spielern die Dürener antreten würden.
Zwar sollte man den ersten beiden Spielen keinen wegweisenden Charakter für die gesamte Saison beimessen, ein guter Start würde dennoch das eine oder andere Nervenkostüm beruhigen. Immerhin peilt Steffen Hohenberg einen Platz unter den ersten sechs an: „Mit unseren neuen Spielern haben wir eine gute Mischung aus Jung und Alt. Mit dem Erreichen der Play-offs wären wir am Saisonende mehr als zufrieden.“ 

Die niedersächsischen Badmintonfans können sich auf Weltklasse-Badminton freuen: Hier Raphael Beck vom 1. BC Beuel bei einem Junpsmash. Foto: Ausrichter

Der 1. BV Mülheim zelebriert seinen Saisonauftakt im niedersächsischen Cloppenburg

1. Bundesliga: 1. BV Mülheim  – 1. BC Beuel
Samstag, 10. September 2016 • Sporthalle Leharstraße • Cloppenburg • 16.00 Uhr • Einlass ab 15 Uhr • Ausrichtergemeinschaft: TV Cloppenburg und Advantage Event Projekte (AEP), Heinz Bußmann, Delmenhorst.

Olympisches Flair in Cloppenburg
(6.9.16) Die Sensation ist perfekt - Weltklassebadminton kommt nach Cloppenburg. Dem TV Cloppenburg und Eventmanager Heinz Bußmann aus Delmenhorst ist es gelungen in den Badmintonbezirk Weser-Ems eine Veranstaltung mit Weltklasseniveau zu holen. Die mit Olympia-, WM- und EM-Teilnehmern sowie etlichen deutschen und internationalen Auswahlspielern gespickten Bundesligavereine 1. BV Mülheim und 1. BC Beuel absolvieren am Samstag, den 10. September 2016 in der Cloppenburger Sporthalle an der Leharstraße ihren Saisonauftakt in einem Topspiel der 1. Bundesliga.
Über ein Jahr hat Heinz Bußmann, Ausrichter von inzwischen fast einhundert Badminton-Länderspielen in Deutschland, versucht, ein tolles Bundesligaspiel in den Bezirk Weser-Ems zu holen. Bußmann dazu: „Ich wollte unbedingt den vielen Badmintonspielern in den heimischen Badmintonvereinen und Fans dieser Sportart in unserem Bezirk an einem Wochenendtermin die Möglichkeit bieten, endlich wieder Weltklasse-Badminton zu sehen. Daher bieten wir als Ausrichter in allen Kategorien überaus günstige Eintrittskarten an (im Vorverkauf Erwachsene nur 8 Euro und Schüler sowie Studenten nur 4,50 Euro – zzgl. VVK-Gebühren). Kinder bis 10 Jahre haben zudem noch freien Eintritt.“  Der TV Cloppenburg und Bußmann haben auch schon bei der erfolgreichen Organisation des U19-Badminton-Länderspieles Deutschland gegen Dänemark im August 2008 zusammen gearbeitet.
Olympiateilnehmer in beiden Teams
Der Besuch dieser hochkarätigen Badminton-Veranstaltung lohnt sich auf alle Fälle auch für sportinteressierte Menschen, die nicht selber aktiv Badminton spielen. Für olympisches Flair sorgen wenige Tage nach Beendigung der Spiele in Rio die deutschen Olympiateilnehmer Birgit Michels (Beuel) und Johanna Goliszewski (Mülheim). Beide gehören zur nationalen und internationalen Spitze im Damendoppel, Michels zudem auch im Mixed.  Beide sind mehrfache Medaillengewinner bei Europameisterschaften und oftmalige nationale Titelträger.
Beide Bundesligavereine sind zudem gespickt mit Nationalspielern aus den Niederlande, Kroatien, Schottland, Indien, Sri Lanka und Deutschland. Neben einer phantastischen Technik, ausgeprägter körperlicher Fitness, einer gewaltigen Sprungkraft gehört auch eine gehörige Portion Spielintelligenz zur Ausstattung eines Topspielers. Badminton ist zudem die schnellste Ballsportart der Welt. Bei Spitzenspielern verlässt der Federball mit einer Geschwindigkeit von fast 500 km/h den Schläger. Regelmäßig verlassen bei internationalen Turnieren oder nach Badminton-Länderspielen viele staunende Zuschauer die Sporthallen.   
Ziel ist Teilnahme am "Final four"
Erstmalig wird nach dieser Saison nach der Bundesliga-Punkterunde in einem „FINAL-FOUR-TURNIER“ der deutsche Mannschaftsmeister ermittelt. Die Teilnahme daran ist das erklärte Saisonziel des 1. BC Beuel aus Bonn. Beim 1. BV Mülheim – hier jetzt als „Heimmannschaft“ in Cloppenburg - sieht es ähnlich aus Mit einem starken international besetzten Team mit Spielern aus den Niederlanden, Kroatien und mit Niluka Karunaratne einer neuen Nr. 1 im Herreneinzel aus Sri Lanka, der dort als 20-facher Landesmeister im Herreneinzel/doppel sowie im Mixed fast schon Kultstatus erreicht hat, hat man ebenfalls nichts gegen das Erreichen der Meisterunde einzuwenden.

Eintrittskarten-Vorverkauf  
Eintrittskarten können hier erworben werden:
1. Münsterländische Tageszeitung, Lange Str. 9 – 11, Cloppenburg
2. Über die Facebookseite des Ausrichters: www.facebook.com/AEPbadminton
Dort gibt es auch regelmäßige Informationen.

 

 


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